Beratung zivilgesellschaftlicher Organisationen

"Zivilgesellschaft ist vor allem das, was ihre Organisationen sind." Stefan Diefenbach-Trommer (Vorstand der Allianz Rechtssicherheit für politische Bildung)

Zivilgesellschaftliche Organisationen sind sinngesteuert und in aller Regel vereinsrechtlich aufgebaut. Sie haben sich demokratisch konstituiert, haben eine Mitgliederversammlung (als „Parlament“) einen gewählten Vorstand (als „Regierung“), der nach demokratischen Regeln gewählt ist.  In aller Regel sind sie steuerrechtlich gemeinnützig und haben im reifen Entwicklungsstadium eine hauptamtliche Geschäftsführung, eine Mehrzahl hauptamtlicher MitarbeiterInnen, professionelles Fundraising und ehrenamtliche Unterstützerinnen und Weggenossinnen bei Aktionen und Vorhaben – und sie alle sind überzeugt und hoch motiviert für gemeinsame und immer wieder gesicherte Werthaltungen und Ziele.

Wirtschaftliches Wachstum, Gewinne und viel Geld verdienen gehören nicht dazu, aber die Bildung von Werthaltungen, Überzeugungen und Energie für die gemeinsame Aktion.

Damit sind zivilgesellschaftliche Organisationen ungleich komplexer, als jeder Wirtschaftsbetrieb. Engagement, Willensbildung und Beteiligung gehören zu ihrem genetischen Code und gleichwohl sind sie wie jede andere Organisation  auch fortlaufend prinzipiell um die Entscheidung aufgebaut, dass  dieses getan wird und nicht jenes – und das auf der breitest denkbaren Beteiligung.

Organisation – auch die zivilgesellschaftliche - ist die Organisation von Entscheidungswegen, die ihrerseits immer über Konfliktfelder, Differenzen und unterschiedlich weite, oder tiefe Entscheidungshorizonte zu der einen Entscheidung führen – und nicht der anderen.

Aus der Sicht der systemischen Beratung stoßen wir in jeder zivilgesellschaftlichen Organisation auf in ihrem genetischen Code angelegten Konfliktfelder

  • Der Konflikt zwischen ehrenamtlichem Vorstand (oder Präsidium) und hauptamtlicher Geschäftsführung (geschäftsführendem Vorstand), der dem meist durch Verfahren und Geschichte geglätteten Konflikt zwischen Aufsichtsrat und Vorstand in großen Unternehmen des Wirtschaftsbereiches ähnelt
  • Der Konflikt zwischen Hauptamt und Ehrenamt, der - metaphorisch gesprochen – sich darin äußert, das HauptamtlerInnen in ihrer Arbeitszeit tun, was der Ehrenamtler in ihrer Freizeit tut und der HauptamtlerInnen auch noch Überstunden  geltend machen können.
  • Der Konflikt zwischen Führung und Führungsgremien und Mitgliedern, der sich in wahlkampfähnlichen Formaten austrägt.

Als systemische BeraterInnen schaffen wir mit unseren Kunden Formate zum entwicklungsförderlichen Umgang mit dieser Art Konfliktlagen.

Voraussetzung dafür ist zunächst zum offenen Diskurs mit allen Beteiligten. Auch dafür bieten wir Formate an.